Do it again!

... sagte ich mir und fuhr am Samstag noch einmal zur Buchmesse. Natürlich gelangte ich an diesem Privatbesucher-Tag gewaltig in den Trubel. Außerdem war auf der Buchmesse auch noch ein Cosplay-Treffen. Manga-Figuren etc. in solchen Massen, dass sie nicht einmal zum Fotografieren verlockten. Dennoch war es wieder ein Erlebnis. Es war sehr viel mehr Literatur-Prominenz auf der Buchmesse als am Donnerstag, an dem nur Fachpublikum zugelassen war. Ich lese gerne Thriller und konnte mich z. B. kurz mit Arne Dahl (s. Bild) unterhalten. Er war unwahrscheinlich nett, jetzt machen mir seine Bücher noch mehr Spaß. In einer interessanten Diskussions- und Leserunde auf dem berühmten "Blauen Sofa" erlebte ich Nele Neuhaus, Sebastian Fitzek, Andreas Eschbach und den Neu-Autor Miroslav Nemec. Auch das schafft eine andere Beziehung. Äußerst positiv fand ich, dass sehr viele Jugendliche und Kinder auf der Buchmesse waren. Das lässt mich für die Zukunft des Buches hoffen. 

Entspannend und Ruhepol im Trubel war wieder der Pavillon des Gastlandes. Auch hier war es am Samstag recht voll, dennoch lies die Atmosphäre dieses so wundervoll gestalteten Raumes die vielen Menschen ruhig werden. Mir wurde sogar von einer netten Dame ein Gedicht vorgelesen, zuerst auf niederländisch, dann auch auf deutsch. Das war schon eine achtsame Erfahrung, die mich sehr beeindruckt hat. Wann bekommt man schon mal ein Gedicht vorgelesen. Fotografisch konnte ich an diesem Tag trotz des Trubels sehr achtsam sein, weil ich zum zweiten Mal da war. Ich kannte die Messe schon, hatte kein Angst mehr, mich zu verirren und konnte die wesentlichen und spannenden Orte gezielt aufsuchen. Die Buchmesse war irgendwie schon fast vertraut, und das bei der gewaltigen Menschenmenge. Ich selbst war sehr viel ruhiger als am ersten Tag und Ruhe ist ein wesentlicher Aspekt beim achtsamen Fotografieren. Der Vergleich meiner Bilder von beiden Tagen zeigt auch diesen deutlichen Unterschied.


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Kommentare: 1
  • #1

    Cornelia Schorr (Freitag, 28 Oktober 2016 22:36)

    So wie dir geht es mir eigentlich immer. Ich brauche erst eine beruhigende Vertrautheit mit der Umgebung, bevor ich mich in Ruhe auf das Fotografieren einlassen kann.