Ganz Da-sein

 Wenn ich fotografiere, dann fotografiere ich. Diese Einstellung der Achtsamkeit übt man beim Bodyscan, aber auch beim achtsamen Zähneputzen oder achtsamen Essen. Was da gilt, ist auch in der Fotografie von Bedeutung. Man kann nicht nebenbei fotografieren, d. h. man kann es schon – aber die Resultate sind doch eher mangelhaft. Ich bin mehrfach von Freunden und Bekannten zu Feiern eingeladen worden mit der Aussage: “Du kannst ja mal deine Kamera mitbringen und vielleicht ein paar Bilder machen.” Ergebnis: Ich selbst habe wenig von der Feier oder die Bilder werden nichts. 

 

Das Ganz-Da-Sein kann man auch üben. Ich wähle mir ein bestimmtes Thema als Motiv, z. B. etwas Rundes oder etwas Quadratisches. Es kann auch einen Farbe sein, wenn ich es ganz schwer machen will, dann wähle ich sogar einen ganz bestimmten Farbton von einer Farbtafel. Das Gewählte muss dann aber auch im Umfeld erfahrbar und auffindbar sein, die Farbe Pink im Wald zu finden, dürfte schwer werden, wenn sie nicht zufälligerweise auf einer Wegmarkierung zu finden ist. Auch ein neongrünes Auto kann als Motiv beim Suchen zu Misserfolgen führen, aber es ist nicht unmöglich. ;-)